Diakonie Pinkafeld
Diakonie Pinkafeld
Diakonie Pinkafeld
Diakonie Pinkafeld
Diakonie Pinkafeld
Diakonie Pinkafeld
Diakonie Pinkafeld
Diakonie Oberwart
Diakonie Oberwart
Diakonie Oberwart
Diakonie Oberwart
Diakonie Oberwart
Diakonie Oberwart
Hauskrankenpflege
Seniorengarten
Seniorengarten
Seniorengarten
Diakonie Gols
Diakonie Gols
Diakonie Gols
Diakonie Gols
Diakonie Gols

Diakonie-Forum in Oberwart

Lesen Sie hier die Presseinformation zum neuen Ort der Begegnung in Oberwart:

 

Am 3. Juni 2015 öffnet das „Diakonie Forum Oberwart“ mit einem großen Fest seine Tore. Das Forum wird von der Diakonie Burgenland und dem Diakonie Flüchtlingsdienst gemeinsam betrieben und versteht sich als Begegnungsstätte:  Für die schon länger ansässige und die kürzlich zugewanderte Bevölkerung; für Flüchtlinge aus aller Welt, die im Südburgenland Zuflucht gefunden haben; für Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund.

 

„Integration muss auch auf der lokalen Ebene stattfinden, und dazu braucht es Räume und Möglichkeiten der Begegnung“, stellt die Leiterin der mobilen Flüchtlingsbetreuung Burgenland, Tine Steiner, fest. Solche Orte gibt es im Südburgenland noch wenige. Integration bedarf gleicher Zugangschancen zu gesellschaftlichen Ressourcen und Möglichkeiten. Der Arbeitsmarkt und der Zugang zu Bildung und Wohnen sind für Flüchtlinge oft versperrt, armutsbedingte Mobilitätseinschränkungen oder Diskriminierung erschweren die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

 

„Gerade unter diesen Bedingungen sind Räume wichtig, in denen die gesellschaftliche Exklusion thematisiert werden kann und Barrieren im Zusammenleben abgebaut werden können“, meint Pfr. Mag.a Sieglinde Pfänder.

 

Das Diakonie-Forum als Ort der Begegnung bietet:

-              kostenlosen Internetzugang, Frauen- und Nachbarschaftscafé,

-              Integrations- und Bildungsangebote (Deutschkurse,Tandemlernen, ...)

-              Diskussionsrunden

-              Angebote für ehrenamtliches Engagement

-              Gratisausgabe von Kleider- und Sachspenden

 

Als Festgäste werden u.a. Pfarrer Mag. Michael Chalupka (Direktor der Diakonie Österreich), Mag. Manfred Koch (Superintendent der Diözese Burgenland), Mag. Christoph Riedl (GF Diakonie Flüchtlingsdienst) und Bgm. Georg Rosner,  erwartet.

 

Musikalisch führt Karin Bindu mit ihrer Weltband durch die Feierlichkeiten. Zu sehen ist eine Fotoausstellung „Gesichter von AmberMed“ von Christian Stummer und Christine Fekesa. Für kulinarischen Genuss sorgen die jugendlichen Flüchtlinge aus dem Haus der Jugend in Rechnitz.

 

In naher Zukunft plant der Diakonie Flüchtlingsdienst außerdem bis zu 60 Asylwerberinnen und Asylwerber im südlichen Burgenland in teilbetreuten Wohngemeinschaften unterzubringen.

 

Rückfragen:

Mag.a Barbara Zach, Koordinatorin Diakonie Forum

Diakonie Flüchtlingsdienst gem. GmbH

Wiener Straße 1, 7400 Oberwart

Mobil: +43 (0)664/ 883 023 32, 

eMail: barbara.zach@diakonie.at

 

Diakonie Flüchtlingsdienst Österreich

Vorsorgedialog

Vorsorgedialog soll selbstbestimmten Lebensabend in Pflegeheimen gewährleisten Diakonie Südburgenland übernimmt die Vorreiterrolle

 

Wien (epdÖ) - Mit dem so genannten „Vorsorgedialog“ stellte der Dachverband Hospiz Österreich am Mittwoch, 19. November in Wien ein neues Instrument zur Unterstützung eines besseren Lebens und würdevollen Sterbens in Pflegeheimen vor. „Der Vorsorgedialog gewährleistet, dass die Wünsche der BewohnerInnen von Heimen im Leben und am Lebensende respektiert werden“, so die Präsidentin des Dachverbands Hospiz Österreich Waltraud Klasnic. Demnach sollen zweimal jährlich Gespräche zwischen Patient, Arzt und Pflegepersonal stattfinden, um so die Wünsche, Bedürfnisse und den Willen der Menschen für den letzten Lebensabschnitt im Vorhinein festzustellen. Bis Mitte 2015 soll ein österreichweites System für die Pflegeheime entstehen. Geplant sind auch Modelle für den mobilen Dienst sowie das Krankenhaus. Eine Kostenabschätzung gibt es auf Grund des laufenden Realisierungsprozesses noch nicht.

Vorreiter des Vorsorgedialogs ist ein von der Diakonie Südburgenland geführtes Pflegeheim in Oberwart. Hier wurden seit Juli 2013 bereits 33 solcher Gespräche geführt. Klaus-Peter Schuh, Leiter der Palliativbewegung im Südburgenland, war gemeinsam mit Marc Seper, dem Geschäftsführer der Diakonie Südburgenland, wesentlich für diese Initiative verantwortlich. Schuh berichtete unlängst im Gespräch mit den Bezirksblättern vom großen Erfolg des Projekts: „Wir zählen natürlich ständig die Krankenhaustage unserer Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheims Oberwart. Hatten wir vor Projektstart noch weit über 100 Tage, die unsere BewohnerInnen im Quartal im Krankenhaus waren, so waren es im letzten Quartal nur 18. Es ist aber noch eine Momentaufnahme, die wir weiter beobachten werden. Allein die intensivere Betreuung, das professionelle Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen, viele einfühlsame Gespräche und Ähnliches geben den zu Pflegenden ein sicheres und vertrauteres Gefühl. Wir haben nichts völlig neu gemacht - nur eben anders.“

 

Der Vizepräsident des Dachverbands Hospiz Österreich Karl Bitschnau betonte, dass Betreuungspersonen meist gar nicht über die Wünsche von Patienten - insbesondere in Notfällen - Bescheid wüssten. Möchte der Patient bzw. die Patientin beispielsweise überhaupt wiederbelebt werden? Deswegen sei es wichtig, rechtzeitig mit den Bewohnern das Gespräch zu suchen, um eindeutig die genauen Wünsche der Menschen am Lebensabend zu erfahren.

Für Michael Lang, Präsident des Geriatrie-Referats der Österreichischen Ärztekammer, sind viele Notfalleinsätze vermeidbar. Insbesondere bei älteren Patienten oder Pflegeheimpatienten sei deren Wille zu respektieren. Durch den Vorsorgedialog und eine laufende Willenserhebung der PatientInnen könne zum einen eine Reduktion von Notfalleinsätzen erreicht und zum anderen auch der betreuende Notarzt selbst bei seiner Entscheidung unterstützt werden. Deswegen schaffe der Vorsorgedialog mehr Sicherheit für alle Beteiligten.

 

Selbstbestimmung und Sicherheit in der letzten Phase des Lebens bedeute auch Lebensqualität, meinte etwa Regina Ertl vom Bundesverband der Alten- und Pflegeheime. Der Vorsorgedialog könne an dieser Stelle ein wichtiges Instrument sowohl für die Pflegenden als auch für die PatientInnen darstellen. Der Präsident der Österreichischen Palliativgesellschaft Harald Retschitzegger hob hervor, dass die vielen Verlegungen von Menschen in den letzten Lebenstagen für alle Beteiligten oft eine große Belastung darstellen. Viele Einweisungen, beispielsweise vom Heim ins Krankenhaus, seien bezüglich ihrer Sinnhaftigkeit zu hinterfragen. Sie bedeuteten in erster Linie Stress für den Patienten und könnten durch regelmäßige Dialoge im Vorhinein vermieden werden. Für Maria Kletecka-Pulker von der Bioethikkommission des Bundeskanzleramts kann der Vorsorgedialog auch Rechtssicherheit für PatientInnen schaffen und deren Willen schützen. In erster Linie solle der Dialog aber Ängste abbauen. Der Vorsorgedialog werde keinesfalls die Patientenverfügung ersetzen, vielmehr solle er in erster Linie als „unterstützendes Instrument“ dienen.

 

Evangelischer Pressedienst für Österreich (epd Ö)

Chefredakteur: Dr. Thomas Dasek